Besondere Fahrradtouren in Essen

25. Juni 2020
Benjamin Balazs © Unsplash

In Essen gibt es jede Menge flache Wege, tolle Strecken an der Ruhr und viel Natur sowie (Industrie)-Kultur zu entdecken, ohne sich weit aus der Stadt herausbewegen zu müssen. Darum haben wir für euch drei besondere Radtouren zusammengestellt. Ob entspannte Runde oder die steilen Pfade – hier findet jeder seinen Weg.

Von Dellwig-Ost nach Kettwig entlang der Ruhr zum Baldeneysee

© Peter Prengel, Stadtbildstelle Essen

Diese über 50 Kilometer lange Radtour ist schon etwas Besonderes – ihr braucht allerdings eine gute Grundkondition und Lust auf eine längere Tour. Start ist in Dellwig und von dort fahrt ihr direkt auf dem Leinpfad am Ruhrufer entlang nach Kettwig. Beliebt als Zwischenstopp für längere Touren, werdet ihr bereits am Eingang zur historischen Kettwiger Altstadt mit Eisdielen und Cafés empfangen.

Danach geht die große Runde vorbei an der Schleuse Kettwig am Ufer der Ruhr. Nach etwa einem Kilometer auf dem Panorama Radweg befindet sich das Ausflugsziel Viadukt übers Tal. Auf der Brücke könnt ihr eine kleine Pause einlegen und den Ausblick genießen. Jetzt geht’s weiter Richtung Heiligenhaus. Wer eilig unterwegs ist, könnte sogar übersehen, dass die nächste Brücke aus einem alten Waggon besteht. Dabei lohnt sich das vom Rad steigen, um weitere Eindrücke rund um die alte Waggonbrücke zu gewinnen. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Kult-Kaffee Rösterei, gleich nebenan. Vorwärts geht’s nach Werden zum Stauwehr am Baldeneysee. Hier habt ihr freie Wahl: den Tag am See ausklingen lassen oder die verbleibenden 15 Kilometer zurück nach Dellwig durchpowern.

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Weg durchs Grüne auf den Radwegen Gruga und Rheinische Bahn

© Rupert Oberhäuser, Stadt Essen

Der Grugapark ist nicht nur die grüne Lunge von Essen, sondern auch der Startpunkt dieser mittelschweren, knapp 40 Kilometer langen Fahrradtour. Hier findet ihr eine Strecke durchs Grüne: den Gruga Radweg. Im Sommer ist dieser dank vieler Bäume immer schön kühl und schattig. In Höhe der Finca endet die Grugatrasse und geht in den Ruhrtalradweg (RS1) über, gefolgt vom Radweg Rheinische Bahn, der euch zum Niederfeldsee führt. Hier könnt ihr eine Pause einlegen und die schönen Aussichten geniessen. Gelegenheit zur Einkehr bietet das nahe gelegene Radcafé »Radmosphäre«.

Danach geht’s weiter Richtung Ruhrbrücke Steele, die eine tolle Aussicht auf die Ruhr gibt. Weitere Highlights auf dem Weg bilden vorab der historische Kaiser-Wilhelm-Park in Altenessen-Mitte sowie das Weltkulturerbe Zollverein in Katernberg. Von Steele sind es dann etwa weitere 10 Kilometer zurück zum Grugapark. Wenn ihr die Tour hier beenden möchtet, habt ihr die Wahl zwischen der Orangerie an der Virchowstraße und ab nachmittags bei gutem Wetter dem großen Wassergarten am Grugapark-Haupteingang.

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Autofreie Runde zwischen Essen und Mülheim

© Johannes Kassenberg

Auf dieser fast autofreien 50 Kilometer Runde, habt ihr tolle Kombinationsmöglichkeiten für eine abwechslungsreiche Tour. Dank der Verbindung des Radschnellweg Ruhr, der Grugatrasse und der Essener Stadtroute könnt ihr ganz unkompliziert, zwischen Essen und Mülheim, radeln und viel Neues entdecken. Am besten startet ihr auf dem Grugaweg in Richtung Rellinghausen.

Hier kommt ihr schnell ins Grüne und die Strecke führt euch direkt an der Ruhr entlang. Sofort wird es grün, die Räder rollen über schattige Wege und unter Bäumen entlang. Dabei kommt ihr am Baldeneysee vorbei sowie an den Altstädten von Werden und Kettwig, die immer einen kleinen Abstecher wert sind. Am Mülheimer Hauptbahnhof findet ihr Anschluss den Radschnellweg Ruhr und könnt durch das Univiertel in der Essener-Innenstadt radeln. In Rüttenscheid trifft die Stadtroute auf die Grugatrasse, von der ihr automatisch wieder auf den RuhrtalRadweg gelangt. Alternativ könnt ihr den Radschnellweg Ruhr schon früher verlassen und gleich auf die Grugatrasse wechseln. Auf diesem Stück könnt ihr dann auf den Spuren der Krupps die Margarethenhöhe entdecken und dem Grugapark einen Besuch abstatten.

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Natur trifft (Industrie)-Kultur auf dem RS1 und Radweg Rheinische Bahn

© Jochen Tack

Wer Sport, Natur und (Industrie)-Kultur verbinden möchte, sollte diese leichte Radtour auf rund 20 Kilometern ausprobieren. Los geht’s in Frohnhausen, wo ihr schnell auf den Ruhrtalradweg (RS1) kommt: Freibahn sozusagen, ohne Ampeln und Kreuzungen im herkömmlichen Sinne. Auf dem Radweg Rheinische Bahn nähert ihr euch der ersten Oase, nämlich dem Niederfeldsee. Der gesamte Bereich rund um den See und Uferpromenade sind sehr schön gestaltet. So bilden die Treppen zum See verschiedene Aussichtspunkte. Außerdem laden die zahlreichen Grünflächen zum Verweilen ein. Und für alle, die lieber am Tisch statt auf der Wiese sitzen, empfiehlt sich das nahe gelegene Radcafé »Radmosphäre«.

Von schattenspendenden Bäumen eingerahmt, geht es weiter auf dem »Alleenradweg«, auf der alten Eisenbahntrasse von Altendorf bis Katernberg und plötzlich ist Zeche Zollverein in Sicht. Das Weltkulturerbe bietet mit beeindruckender Industriekultur, dem Red Dot Design Museum sowie dem Ruhr Museum vielfältige Möglichkeiten. Daneben könnt ihr die Natur im Zollverein Park beobachten, an einer Führung teilnehmen oder eine entspannte Runde Soccer-Golf spielen. Für die Pause zwischendurch gibt es zahlreiche, gastronomische Angebote auf dem Gelände zu entdecken. Wer mag, kann die Tour hier beenden und mit der Bahn oder dem Rad Richtung Stadt weiter fahren.

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