Besondere Aussichtspunkte in Essen

14. Juli 2020

Zeit für einen Perspektivwechsel: In Essen geht’s hoch hinaus. Von diesen Aussichtspunkten habt ihr nicht nur einen tollen Blick über die Stadt, sondern auch die Möglichkeit neue Orte zu entdecken!

Am Schmalscheid: Blick auf den Baldeneysee im Landschaftsschutzgebiet Fischlaker Mark

© Henning Maier-Jantzen

Im Essener Süden liegt der kleine aber feine Stadtteil Fischlaken in direkter Hanglage am südlichen Ufer des Baldeneysees. Bekannt als das älteste Dorf an der Ruhr, findet ihr hier nicht nur Fachwerkhäuser, Wiesen, Felder und Wälder sondern auch eine fantastischen Ausblick auf den See, nämlich »Am Schmalscheid«. Dieser Aussichtspunkt im rund 184 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet Fischlaker Mark bietet einen fabelhaften Blick auf den Baldeneysee und dem dahinter liegenden Schellenberger Wald. Zwischen den Bäumen grüßen zwei beliebte Ausflugslokale über das Wasser: das Jagdhaus Schellenberg und Steakhouse Chicago.

Für Wanderfreunde oder Radler unter euch führen einige Wege zum Seeufer hinunter. Hier könnt ihr einen kühlen Drink oder frischgebackene Kuchen in den See-Cafés, wie Haus Scheppen oder Haus am See geniessen, ins Strandbad Seaside Beach Baldeney gehen oder eine Bootsfahrt auf dem Baldeneysee machen. Außerdem können die Eisenbahnfans unter euch eine Runde in der Hespertalbahn fahren.

Am Schmalscheid | Am Schmalscheid/Zimmermannstraße, 45239 Essen-Fischlaken

360 Grad Panoramablick mit Mondlandschaft auf der Schurenbachhalde

© Jochen Tack

Die größte Halde der Stadt ist ein Aussichtspunkt der Extraklasse. Mit umwerfenden 360-Grad-Panoramablick ermöglicht euch die mondähnliche Landschaft auf der Schurenbachhalde einen grandiosen Ausblick nicht nur auf die markantesten Punkte und die mehr als 700 Grünanlagen Essens, sondern auch auf Sehenswertes jenseits der Stadtgrenzen. Auf dem höchsten Punkt der Halde, in Altenessen, steht die »Bramme für das Ruhrgebiet« des amerikanischen Künstlers Richard Serra. Die weithin sichtbare Landmarke gilt als eines der Wahrzeichen der Region. Vor Ort könnt ihr wahlweise den direkten Treppenweg mit seinen 267 Stufen nutzen oder entlang der gut ausgebauten Wege hochwandern.

Richtung Süden blickt ihr auf die Essener Skyline. Das Rathaus, RWE-Turm, ThyssenKrupp-Haupthaus und der Fernsehturm sind von der Halde aus gut zu sehen. Genau wie das Welterbe Zeche Zollverein. Im Norden fällt Bottrop mit der Kokerei Prosper, der Skihalle und dem Tetraeder ins Auge. Weiter in Richtung Osten blickt ihr auf Gelsenkirchen. Dort zu sehen: die Veltins-Arena und der Nordsternpark mit dem »Herkules« des Künstlers Markus Lüpertz auf dem ehemaligen Förderturm der Zeche Nordstern.

Schurenbachhalde | Emscherstraße, 45329 Essen-Altenessen

Aussicht mit imposantem Nordblick am Hallo genießen

© Jürgen Weiß

Am Hallo in Stoppenberg könnt ihr ein ganz besonderes Panorama des Essener Nordens genießen. Zu sehen sind die beiden denkmalgeschützten Kirchtürme im Westen, die zur katholischen Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Stoppenberg gehören. Außerdem die Stiftskirche Maria in der Not auf dem Kapitelberg und der Turm der evangelischen Thomas-Kirche. Direkt daneben könnt ihr den blau-weißen Trimet-Schornstein erkennen. Die sechs Schornsteine im Norden gehören zur Kokerei der Zeche Zollverein. Sie war von 1861 bis 1993 aktiv und zählte zu den modernsten Kokereien Europas. Der Industriekomplex wurde 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Ebenfalls zu sehen: Schacht 12 und die Bergehalde Bullmannaue.

In der Ferne blickt ihr auf die Ruhr Oel-Raffinerie in Gelsenkirchen sowie die über 200 Meter hohe Halde Oberscholven mit ihren zwei Windrädern. Südöstlich befindet sich die ehemalige Schachtanlage Zeche Friedrich Ernestine. Östlich liegt die natürliche Erhebung Hallo mit ihren Park- und Friedhofsanlagen. Einfach mal hinsetzen und die Aussicht und Ruhe genießen. Dafür stehen einige Holzbänke bereit. Besonders schön ist es hier am Abend, wenn die Sonne langsam am Horizont untergeht.

Am Hallo | Wallmannaue/Ernestinenstraße, 45141 Essen-Stoppenberg

Sonnige Aussichten auf dem Pasberg in Kettwig

© Stefan Flöper

Am Fuß des Pasbergs umfließt die Ruhr den Stadtteil Kettwig und weitet sich im Westen zum Stausee. Oben auf dem Berg angekommen, könnt ihr deutlich den terrassenförmigen Aufbau Kettwigs, mit seiner Altstadt, Marktkirche, Tuchfabrik und Parlament erkennen, das dank seiner Südwest-Lage von der Sonne verwöhnt wird. In der Ferne überspannt Deutschlands längste stählerne Straßenbrücke – die 1.830 Meter lange Mintarder Ruhrtalbrücke in bis zu 65 Metern Höhe über der Ruhr das Tal. Direkt am Flussufer verläuft der Leinpfad, ein ehemaliger Treidelpfad, der heute als Radweg dient, auf dem ihr bequem in die idyllische Altstadt gelangt. Als Ausflugsziel ist Kettwig weit über die Essener Stadtgrenzen hinaus beliebt. Kein Wunder, beherbergt die schöne Fachwerk-Stadt doch eine Vielzahl besuchenswerter Restaurants, Cafés, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten.

Auf dem Pasberg | Werdener Straße, 45219 Essen-Kettwig

Malerische Ausblicke auf dem Hochplateau des Phönixbergs in Kupferdreh

© Thomas Schoch

Auf dem Hochplateau des Phönixbergs auf dem Rehmanns Hof im malerischen Kupferdreh stand noch bis 1994 die letzte Ruhrlandkaserne. Heute residiert hier eine Flugschule. Im Nordosten wandert euer Blick über Kupferdreh, Überruhr-Holthausen bis zu den östlichen Stadtteilen Kray und Steele. Bei guter Fernsicht sind westlich davon auch die Kokerei Prosper in Bottrop, das Kraftwerk Karnap und die Windkraftanlage der Emschergenossenschaft zu erkennen. Direkt nördlich befindet sich der Essener Stadtteil Heisingen mit der katholischen Kirche Sankt Georg. Am Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen beginnt sich die Ruhr gen Westen zum Baldeneysee zu stauen. Dessen Nordufer krönt die wunderschöne Villa Hügel.

Rehmanns Hof | Rehmanns Hof, 45257 Essen-Kupferdreh

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