Salon 2030 – Musikalischer Prolog und Konzert mit Ensemble Repercussion

24. Januar 2020

Der »Salon 2030« ist der Ort für eine spannende Veranstaltungsreihe, mit der die Kulturmetropole Ruhr in die Zukunft gedacht werden soll. RUHR.2010 war gestern, wohin wollen wir gehen, wo wollen wir 2030 stehen? Die Diskussionsrunde zum Thema »RUHR.2030. Die kommende Dekade« und der musikalische Beitrag des Ensemble Repercussion bilden den Abschluss der Feierlichkeiten zu »Zehn nach Zehn«.

Ensemble Repercussion @ Daniel Häker

Vier kreative Köpfe bilden das Ensemble, das seit einigen Jahren zu den aufregendsten seiner Art gehört – innen klassisch, außen modern. Die Musiker zeigen, was mit Schlagzeug alles möglich ist – von Bach bis Dubstep. Lässig und gekonnt werden die nahezu grenzenlosen Klangmöglichkeiten des Schlagwerks neu ausgelotet, elektronisch erweitert oder akustisch frisiert. Die erfolgreiche Arbeit der vier Jungs wurde im Jahr 2018 mit dem Förderpreis für Musik des Landes NRW und dem Kammermusikpreis des Wiener Konzerthauses ausgezeichnet. Kunst, die groovt.

Für die Gestaltung des »Salon 2030« hat die Künstlerin Ursula Meyer eine 10 mal 12 Meter große Installation entworfen. Ein wogendes Geflecht aus Stoffbahnen, das über den Köpfen der Besucherinnen und Besucher schwebt, steht symbolisch für die vielfältige Kulturmetropole Ruhr mit ihren städteübergreifenden Verbindungslinien.

Panel »RUHR.2030. Die kommende Dekade«.

Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park und Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 haben gezeigt, dass die Region an großen gemeinsamen Herausforderungen wächst und in der Lage ist, international erfolgreich zu sein. Mit der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 steht wieder ein solches Großereignis an, das sich als regionales Entwicklungsprojekt versteht und Millionen Besucherinnen und Besucher in die Metropole Ruhr bringen will. Fern am Horizont zeichnet sich mit einer möglichen Olympiabewerbung Rhein-Ruhr ein wahres Mega-Ereignis ab, dessen Akzeptanz und Finanzierung zu diesem Zeitpunkt aber noch vage bleiben. Positive Signale gibt es für die Projekte der Ruhr-Konferenz im Themenfeld Kultur: Unter dem Themendach »Neue Künste« soll die regionale Kultur in der kommenden Dekade neue Impulse im Bereich von Streetart, neuem Zirkus und digitaler Kunst erhalten.

Unabhängig von den geplanten Großereignissen stellt sich die Frage, ob nicht das Jahr 2030 – vergleichbar mit dem Jahr der Kulturhauptstadt – wieder ein Jahr sein könnte, in dem sich die Kulturmetropole Ruhr unter welchem Label auch immer in Europa präsentiert und zum Mekka für Kulturtouristen werden kann? Vielleicht ist für weitere Überlegungen von der Kulturhauptstadt Europas Leeuwarden 2018 zu lernen. Die hat nämlich bereits zum Ende des Kulturhauptstadtjahres eine Wiederholung in 2028 angekündigt und arbeitet schon jetzt unter diesem neuen Label.

Folgende Gäste wer­den auf dem Po­di­um dis­ku­tie­ren: Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW und verantwortlich für die Ruhr-Konferenz, Nina Frense, Bereichsleiterin Umwelt beim Regionalverband Ruhr und künftige Geschäftsführerin IGA Ruhr 2027, Olaf Kröck, Intendant Ruhrfestspiele Recklinghausen, Michael Mronz, Geschäftsführer der Rhein Ruhr City GmbH, Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender des Vorstandes Stiftung Zollverein, Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender Emschergenossenschaft/Lippeverband und Prof. Dr. Andreas Jacob, Rektor Folkwang Universität der Künste. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Oliver Scheytt.

25.01.2020 | Halle 5 [A5], Welterbe Zollverein | Mehr Info

17:30–18:00 Uhr | Ensemble Repercussion: Musikalischer Prolog
18:00–20:00 Uhr | Panel »RUHR.2030. Die kommende Dekade«.
20:00–21:00 Uhr | Konzert mit dem Ensemble Repercussion

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