contemporary art ruhr

Kunst, die aus dem Rahmen fällt

Von SIS in Shopping am 01.05.2017

Foto, Video, Installation: Die contemporary art ruhr, kurz C.A.R., hat 2006 als überschaubare Veranstaltung in einer Halle begonnen und sich inzwischen zur größten Kunstmesse in der Region entwickelt.

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C.A.R. 2017
contemporary art ruhr

Foto, Video, Installation: Die contemporary art ruhr, kurz C.A.R., hat 2006 als überschaubare Veranstaltung in einer Halle begonnen und sich inzwischen zur größten Kunstmesse in der Region entwickelt. Bereits zum 11. Mal präsentiert die Medienkunstmesse vom 12. bis 14. Mai 2017 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein aktuelle Positionen jenseits der klassischen Kunstsparten und lädt in den außergewöhnlichen Bunkerräumen und Betontrichtern der Mischanlage, mit Medienkünstlern aus aller Welt zur experimentellen Medienkunstschau und Verkaufsmesse ein. 

Um Medienkunst einen eigenen Rahmen der Präsentation zu ermöglichen, stellt die Kunstmesse contemporary art ruhr (C.A.R.) jährlich im Sommer als erste Medienkunstmesse Deutschlands die spannendsten Arbeiten und Kunstprojekte mit einem eigenen Veranstaltungsformat aus. Arbeiten aus den Bereichen Video, Installation, Performancekunst, Klang- und Lichtkunst sowie mit dem Schwerpunkt Fotografie sind im Rahmen der kuratierten Ausstellung und innovativen Verkaufsmesse zu sehen. Innovative Galerien für zeitgenössische Medienkunst und Fotografie, Kunstprojekte, Kunsthochschulen und ausgewählte C.A.R. Talente nehmen teil. Veranstaltungsort in diesem Jahr ist erstmalig wieder seit 2012 die Mischanlage der Kokerei, in der ehemals Kohle für die Koksproduktion gemischt wurde. Heute ermöglichen die durchbrochenen Wände der Kohlebunker aus Beton und eingezogene Zwischenböden nicht nur  Ein- und Durchblicke, sondern auch eine Inspiration für die Präsentation zeitgenössischer Kunst.

Parallel zu den Arbeiten in der Ausstellung, die sich auf vier Ebenen verteilen, finden Sonderausstellungen, Performances sowie die C.A.R. Video-Lounge statt. Der Präsentator Directors Lounge zeigt dabei unter anderem von Delete TV, einer unabhängigen Plattform für Videokunst und Experimentalfilme, Videoarbeiten internationaler Filmemacher, kuratiert von Michael Murnau und Annalisa Cosentin. Außerdem stellt Julia Murakami neue Arbeiten vor.

Die Berliner artfein »Gallery« präsentiert unter anderem Arbeiten der Performancekünstlerin Birgit Ramsauer, Fotoarbeiten von Brigitte Heinrich sowie Werke des in Berlin lebenden amerikanischen Künstlers Casey McKee, der Malerei und Fotografie fein- und hintersinnig kombiniert, wenn er das Foto am Computer verändert, auf die Leinwand druckt und anschließend teilweise übermalt. Von »Ververs« gallery Amsterdam ist die Gruppenausstellung »Female Identity« zu sehen, Kuratorin Angeliek Ververs zeigt unter anderem Videoarbeiten von Corinne Kruger und Fotoarbeiten von André Terlingen. 

Bei Galerie »Kunstkomplex« aus Wuppertal verwandelt Performancekünstlerin Anna Berndtson (Schülerin von Marina Abramovic) den Messestand auf der C.A.R. in einen »Giftshop«. Dieser reflektiert unsere grenzenlose Konsumgesellschaft. Exzessives Merchandising ersetzt die Anwesenheit von Kunst und Künstler.

Vom Newcomer bis zum etablierten Künstler gibt die C.A.R. Einblicke in den facettenreichen Kunstmarkt und stellt alljährlich ausgewählte Talentschmieden vor, darunter die Folkwang Universität der Künste, die Klasse für Installation und Raum (Prof. Joachim Blank, Fabian Bechtle) der Hochschule für Grafik und Buchkunst/Leipzig oder die fylmklasse der Kunstakademie Münster.

Inzwischen hat sich die Veranstaltung auch selbst zu einer Talentschau entwickelt, die Jahr für Jahr neue Talente entdeckt und die besten Arbeiten im Bereich C.A.R. Talente ausstellt. Zum Beispiel installiert Chong Zhang, Student der Bonner Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, seine Arbeit »Gletscher«.

Vielversprechende Newcomer zeigen außergewöhnliche Arbeiten, das Spektrum reicht in diesem Jahr von Lichtskulpturen, multimedialen Installationen, (experimenteller) Fotografie, Klang- und Performancekunst bis hin zur Netzkunst. Der Eintritt pro Veranstaltungstag beträgt jeweils 8 Euro, ermäßigter Eintritt wird zu 6 Euro gewährt. 

12. - 14.05.2017 - Welterbe Zollverein

Weitere Infos: contemporaryartruhr.de



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