Branchenbuch für Kreative in Essen-Rüttenscheid

Kreative für Kompendium gesucht!

Von CM in Service am 27.08.2018

Mit einem Verzeichnis aller Kreativen in Rüttenscheid soll das Profil des Viertels als Kreativ-Standort beworben werden. Wir trafen Initiator Dr. Rolf Krane, den 1. Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Rüttenscheid e.V. (IGR).

Wenn ein Stadtteil wie Rüttenscheid schon acht Galerien, vor allem im Umfeld des Museum Folkwang, fünf freie Theater und eine große Kreativszene stellt, ist es nur normal, dass man dem Kreativstandort noch mehr fördern möchte. Und so plant die Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) das erste Branchenbuch für Kreative in Essen-Rüttenscheid. Wir trafen Dr. Rolf Krane, den 1. Vorsitzenden der IGR.
 
Mit einem Verzeichnis aller Kreativen in Rüttenscheid wollen Sie das Profil des Viertels als Kunst-, Kultur-, und Kreativ-Standort schärfen sowie bewerben. Warum sollten Unternehmen aus der Kreativbranche, Gestalter, Developer, Künstler und Ateliers mitmachen?

Zur fast kostenlosen Werbung in eigener Sache und weil es dem Standort nützt.
Schließlich haben wir eine sehr vielfältige und umfangreiche Szene, die noch zu wenig bekannt ist und die wir gern sichtbar machen wollen. Traditionell bietet Rüttenscheid hierfür die richtigen Rahmenbedingungen, die wir weiter verbessern wollen. Dazu gehört auch das Vernetzen untereinander.

Wie entstand die Idee ein Kompendium für die Rüttenscheider Kreativwirtschaft zu in­i­ti­ie­ren?

Jeder Stadtteil muss seine Stärken finden und daraus ein Profil entwickeln. Rüttenscheid ist neben dem individuellen Einzelhandel und der Gastronomie bedeutender Kreativstandort – und übrigens auch Gesundheitsstandort. 

Für die Kreativszene haben wir neulich die Kunstmeile rü art veranstaltet und dabei ergaben sich Kontakte, zum Beispiel zu Gabriele Hüsgen, einer freischaffenden Künstlerin, die sich engagieren wollte und gemeinsam entstand die Idee zu diesem Projekt. Wenn sich Mitstreiter finden, machen wir auch was!

Kreativität ist ein weiter Begriff – Sollen Betriebe mit künstlerischer und kunsthandwerklicher Tätigkeit ebenfalls aufgeführt werden?

Neben Künstlern, Grafikern, Designern oder Galerien zählen dazu auch Theater, Veranstaltungsorte und -Formate sowie Unternehmen aus der Kreativbranche, wie die Musikschule, Werbeagentur und einige Dienstleister. Und wenn jemand eigene Modekollektionen, Hüte oder Schmuck entwirft und fertigt, ist das eindeutig kreativ. Wir fassen den Begriff darum so weit wie möglich. Viele wissen gar nicht, welch renommier­te Größen hier tätig sind.  

In Rüttenscheid gibt es einige freischaffende Musiker – können die sich auch bewerben?

Klar, unbedingt! Alle sollten sich melden. Wir haben zwar knapp 250 Künstler recherchiert, aber einige Kontaktdaten könnten erfahrungsgemäß veraltet sein und andere noch fehlen. Wer also unsicher ist, sollte sich einfach melden.
 
Bestehen Sie darauf, dass die Teilnehmer, die sich vorstellen, aus dem Essener Stadtteil Rüttenscheid kommen oder machen Sie auch Ausnahmen?

Sie sollten in Rüttenscheid wohnen oder arbeiten, sonst ufert es aus und das Kompendium verfehlt seinen Zweck. Manchmal tut es mir leid, dass wir da keinen Toleranzspielraum haben.
 
Zu welchen Konditionen können Kreativunternehmer in das Projekt einsteigen?

Symbolische 50 Euro für eine Seite sollten für Einzelpersonen wohl kein Hindernis sein. Dafür bekommt jeder Teilnehmer auch Hefte, die für Eigenwerbung genutzt werden können. Außerdem steht jeder Beitrag auch online. Wir investieren hier gern in Stadtteilmarketing, haben jedoch nicht beliebig viel Geld zur Verfügung. Firmen zahlen darum das Doppelte. Bei reinen Anzeigen ist der Betrag ebenfalls höher, aber das ist es auch wert.

Wann und in welcher Auflage soll das Buch erscheinen?

»Kreativ in Rüttenscheid« soll im November vorgestellt werden und zum Start in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erscheinen. Online spiegeln wir den Inhalt auf Rüttenscheid.de. Wir hoffen noch auf Sponsoren.

Interview: Christiane Mihoci
Foto: Lisa M. Engel 

Weitere Infos: ruettenscheid.de/kreativ



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