von CM am 01.10.2016 in Service

Der 54. innogy-Marathon wird am zweiten Sonntag im Oktober um 10 Uhr am Baldeneysee gestartet. Seit knapp drei Jahrzehnten ist Gerd Zachäus vom TUSEM für die Organisation dieses Rennens verantwortlich.

Gerd Zachäus vom TUSEM

Der 54. innogy-Marathon wird am zweiten Sonntag im Oktober um 10 Uhr am Baldeneysee gestartet. Seit knapp drei Jahrzehnten ist Gerd Zachäus vom TUSEM für die Organisation dieses Rennens verantwortlich.

Hallo Herr Zachäus, der 54. »innogy« Marathon steht vor der Tür. Sie organisieren das Großereignis. Wie geht das?

Wir sind ein eingespieltes Orga-Team aus fünf Leuten, die verschiedene Postionen ausfüllen und beginnen recht frühzeitig mit unserer Planung. Besonders wichtig ist, dass wir weiterhin auf die Unterstützung unserer Sponsoren zählen können. Hinzu kommen unsere zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit viel Herzblut und Tatkraft jedes Jahr mit von der Partie sind!

»Rund um den Baldeneysee« lautet der Name dieses Marathons in Essen und er beschreibt damit die Laufstrecke genau …

Der Name ist Programm. Die ganz flache Strecke führt zweimal um den Baldeneysee mit einer Wendeschleife in der ersten Runde und zählt zu den fünf schnellsten Etappen in Deutschland. Die Läuferinnen und Läufer sehen oberhalb des Sees die Villa Hügel, laufen durch die Altstadt von Werden und kommen an der Zeche Carl Funke in vorbei. Das sind schon einige Highlights. 

Der Marathon ist seit 1963 über Essen hinaus zu einer festen Größe geworden. Sie sind seit 25 Jahren als ehrenamtlicher Organisator im Dienst. Wann sind Sie das erste Mal mitgelaufen?

Das war 1981. Meine Bestzeit war zwei Stunden, 40 Minuten und ein paar kleine Sekunden – diese Zeit bin ich allerdings 1984 in Frankfurt gelaufen.

2015 haben Sie gesagt, dass Sie sich zurückziehen wollen. Wie stehen Sie heute zu dieser Aussage?

Dazu stehe ich nach wie vor und hoffe die zukünftige Leitung in gute Hände abzugeben. Geeignete Kandidaten sollten nicht empfindlich sein und auch einstecken können. Lauffreude und Teamfähigkeit wären ideal.

Nächstes Jahr werden Sie 77. Haben Sie schon einen Nachfolger gefunden?

Bis jetzt hat sich noch nichts ergeben. Ich plane darum von Jahr zu Jahr. Wenn sich ein Nachfolger findet, werde ich mich zurückziehen.

Sie haben immer alles darangesetzt, die Veranstaltung nicht durch die Einführung von Unterdistanzen zu verwässern und so künstlich zu vergrössern. Ist sie mit 1500 Teilnehmern an der Obergrenze angekommen?

Bei uns ist noch Luft nach oben. Der allgemeine Trend geht allerdings dahin, dass Marathonläufe in Deutschland – außer bei den großen Veranstaltungen in Frankfurt am Main und Berlin – rückläufige Teilnehmerzahlen melden. Deshalb haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal die »innogy Seerunde« eingeführt.   

Soll die neue Disziplin für noch mehr sportliche Action sorgen?

Klar, zu der vollen Distanz über 42,195 km und dem Allbau Staffelmarathon führt die »innogy Seerunde« einmal um den malerischen Baldeneysee mit einer Gesamtlänge von 17,2 km. Dieses Angebot richtet sich vor allem an die vielen Freizeitsportler, die schon einige Lauferfahrung mitbringen, sich aber noch keinen ganzen Marathon zutrauen.

Es gibt aber auch noch die Marathon-Staffel. Am Anfang waren es 24 Teilnehmer, vergangenes Jahr 800. Eine Erfolgsgeschichte?

Der Allbau Staffelmarathon erfreut sich zunehmender Beliebtheit, weil die Läuferinnen und Läufer sich die 42,195 km Strecke einteilen können. Das merken wir von Jahr zu Jahr an den steigenden Teilnehmerzahlen.

Und die Zuschauer an der Strecke? Kann man da noch an der Schraube drehen?

Bestimmt, allerdings spielt dabei das Wetter, wie bei jeder Freiluftveranstaltung, eine große Rolle …

Sie sind national in der Bewertung von 30 Marathons unter den ersten 15. Sie erhalten viel Lob und der Deutsche Leichtathletikverband hat Sie mit der Ehrennadel in Silber geehrt. Vom Leichtathletik-Verband Nordrhein e.V. wurde Ihnen die Ehrennadel in Gold verliehen …

Ich freue mich über die persönliche Anerkennung, welche auch immer eine Auszeichnung für mein gesamtes Team darstellt. Ohne die vielen helfenden Hände wäre eine solche Veranstaltung allerdings nicht zu stemmen! 

Was ist schwieriger: einen Marathon zu laufen oder einen zu organisieren?

Gute Frage. Als Marathonläufer bin ich vor allem für mich selbst verantwortlich. Den Lauf hingegen zu organisieren ist bedeutend schwieriger, weil die alleinige Verantwortung für das Gelingen der Großveranstaltung  bei mir liegt.

Interview: Christiane Mihoci

Foto: Lisa M. Engel

09.10.2016 - 54. innogy Marathon

Weitere Infos: essen-marathon.de