von LME am 28.12.2010 in Service

Unperfekthaus Erfinder Reinhard Wiesemann plant neue Formen von Wohnen und Arbeiten in einem GenerationenKulthaus an der Viehofer Strasse. Wir trafen ihn vorab im Unperfekthaus zum Gespräch.

Neue Formen von wohnen und arbeiten

Unperfekthaus Erfinder Reinhard Wiesemann plant neue Formen von Wohnen und Arbeiten in einem GenerationenKulthaus an der Viehofer Strasse. Wir trafen ihn vorab im Unperfekthaus zum Gespräch.

› Hallo Reinhard, ist das GenerationenKulthaus die Weiterführung des Unperfekthauses?

›› Im Uph geht es im Unterschied zum geplanten GenerationenKulthaus darum, dass man Newcomer und Etablierte zusammenbringt. Dass also junge Künstler oder Existenzgründer erste Kunden finden, sich präsentieren, ihre Werke auch verkaufen können, dass sie engagiert werden usw. Das ist der Sinn des Unperfekthauses. Das andere Haus macht das, was im Uph nicht geht: in Ruhe und konzentriert arbeiten, sich zurückziehen, Schreibtisch mieten u.s.w. Im Uph kannst Du nicht gleichzeitig kommen und gehen, präsentieren und in Ruhe und konzentriert arbeiten, das widerspricht  sich. Wenn man also präsentieren will kann man dies im Uph tun und das konzentrierte Arbeiten gelingt im GenerationenKulthaus, Die beiden Häuser ergänzen sich.

› Bist Du zuversichtlich das es laufen wird?

›› Also in der Mailingliste hatte ich vor acht Tagen schon 80 Interessenten, die mitmachen wollen. Inzwischen sind es über 150. Bei diesem Projekt habe ich den Eindruck es geht ab wie eine Rakete!

› Wie wohnt es sich im GenerationenKulthaus? Seperat oder doch eher gemeinschaftlich?

›› Es gibt beides. Das Gemeinschafliche in Form einer Wohngemeinschaft auf einer ganzen Etage mit etwa 15 Zimmer für Studenten und junge Leute die in einer Wg wohnen wollen. Dann gibt es drei Etagen mit jeweils acht kleinen zum grössten Teil seniorengerechten Wohnungen, die bei Bedarf auch zusammengelegt werden können, z.B. für Paare. Im GeneratinenKultHaus werden dann etwa 40 Leute wohnen.

› Gibt es dort dann auch einen Gemeinschaftsraum wo Alle zusammenkommen?

›› Das ist das Besondere daran. Normale Mietshäuser sind ja so gebaut dass man möglichst viel Fläche vermieten kann. Der ganze Raum wird auf die Wohnungen verteilt. Das mache ich nicht. Die Wohnungen werden relativ klein ausfallen und die gemeinschaftlichen Bereiche werden grosszügig ausfallen.

› Du förderst die zwischenmenschlichen Beziehungen?

›› Das will ich nahe legen und dazu will ich verlocken. Deswegen wird ganz oben die Küche mit Mikrogarten sein, die schönste Etage mit einem Rundblick über Essen bis hin zu Zollverein. Die riesige Gemeinschaftsküche ist eine Kreuzung aus Küche und Supermarkt. Jeder der im Haus arbeitet oder wohnt bekommt einen elektronischen Schlüssel, auf dem am Ende des Einkaufs die verschiedenen Waren registirert werden und sich am Monatsende auf der Rechnung wiederfinden.. Ich will ja auch Jobs machen, einer besteht darin die Küche mit dem eigenen Kühlhaus zu befüllen.

› Wie wird die Co-Working Area eine Etage tiefer aussehen?

›› In der Mitte wird ein Podest sein mit einer Art Buxbaum, da kannst Du rein und Besprechungen abhalten. Ausserdem drei Treibhäuser mit Schreibtisch drin. Im Treibhaus kann man telefonieren und arbeiten wenn man ungestört sein will. Weitere Besprechungsräume für vier bis fünf Leute sind ein riesiger Blumentopf und eine gigantische Giesskanne. Natürlich wird es dort auch Lounge Bereiche, einen Grillplatz und Meditationspunkte geben. Bei schönem Wetter kann man Besprechungen auf der Dachterasse abhalten.

› Wie sind diese Ideen entstanden?
›› Der Gedanke, das ich ein Projekt machen will, das mit Alt und Jung zu tun hat, ist ja ewig alt. Den hatte ich schon als ich mit dem Unperfejthaus angefangen habe. Ausserdem bekomme sehr viel Input von Leuten, die geben natürlich auch Anregungen. Letzten Endes wollte ich das so haben wie das Google Office in Zürich. Die haben es dort sehr futuristisch und wir machen das Thema Garten.

› Wie hoch wird die Miete sein für WG Platz bzw. Wohnung?

›› Das kann ich jetzt noch nicht sagen.

› Vielen Dank für das Interview!