von CM am 01.04.2017 in Entertainment

Utopien und Zukunftsvisionen stehen von Mitte August an für sechs Wochen im Mittelpunkt der diesjährigen Ruhrtriennale.

Ruhrtriennale 2017

Utopien und Zukunftsvisionen stehen von Mitte August an für sechs Wochen im Mittelpunkt der diesjährigen Ruhrtriennale. Vom 18. August bis 30. September 2017 verwandelt das experimentelle  Festival die ehemaligen Industriehallen der Metropole Ruhr erneut in außergewöhnliche Spielorte für Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Installationen und Konzerte. Auch 2017 ist »Seid umschlungen« das Leitmotiv der Intendanz Johan Simons‘ als Geste der künstlerischen, gesellschaftlichen und geografischen Umarmung. So umspannt das Festival erneut das Ruhrgebiet. 

Installation

Die Großinstallation »The Good, the Bad and the Ugly« soll ab dem 18. August den Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum erneut in ein Kunstdorf verwandeln. Bekannte Arbeiten wie der »Domestikator« oder das »Refektorium« werden hier mit neuen Arbeiten wie »Conan der Barbar« oder einer zerstörerischen Walze unter einem Oberthema verknüpft: The End of Everything. Außerdem zeigt der Filmkünstler Julian Rosefeldt eine Filminstallation, die auf Basis von Phishing Mails die Abgründe menschlicher Gier ergründet – »Euphoria« wird ab dem 20. August  an der Außenwand des Dampfgebläsehauses bei Einbruch der Abenddämmerung zu sehen sein. Als wäre dies nicht genug wartet das Refektorium erneut mit einem abwechslungsreichen Programm aus Lesungen, Performances, Konzerten, einem Virtual-Reality-Wochenende, mit Kino-Abenden und Partynächten auf – als Abschiedsgeschenk des scheidenden Intendanten Johan Simons vollkommen kostenlos. Eine weitere Produktion von Urbane Künste Ruhr nach einem Konzept von Rimini Protokoll wird als Ausstellung gezeigt: »Truck Tracks Ruhr – The Compilation«, eine audio-visuelle Gesamtkomposition aller sieben Alben kann ab dem 19. August in der Mischanlage der Kokerei Zollverein erlebt werden. 

Musik 

Wie gewohnt spannt die Ruhrtriennale einen weiten musikalischen Bogen. So findet am Eröffnungswochenende des Festivals zum dritten und letzten Mal »Ritournelle« – die Festivalnacht der elektronischen Musik statt. Am 19. August ab 18 Uhr feiern FestivalbesucherInnen bis in die frühen Morgenstunden zu den Sounds von Nicolas Jaar, Sohn, Mykki Blanco, Actress und KünstlerInnen des Denovali Labels

Ritournelle bedeutet auch eine mittlerweile seit drei Jahren andauernde Kollaboration mit dem Essener Club Goethebunker. Wie in den beiden vorangegangenen Spielzeiten wurde das Programm für den Außenf loor unter dem Wasserturm gemeinsam mit Booker und Resident Ahmet Sisman gestaltet. In dieser Saison folgt DJ, Musik-Journalist und Running Back Labelbetreiber Gerd Janson der Einladung. Den Abschluss bildet ein DJ-Set des Berliner Produzenten und Komponisten Efdemin.

Unabhängig davon finden »Konzerte im Maschinenhaus« mit u.a. Arne Deforce  traditionell jeden Montagabend im Maschinenhaus der Essener Zeche Carl statt. 

Tanz

Die erste Tanz-Trilogie der Ruhrtriennale findet ihr Finale bei PACT Zollverein. Der Choreograf Richard Siegal fügt bei seinem »El Dorado« ab dem 25. August die Teile der Trilogie zur »Göttlichen Komödie« zu einer rasant choreografierten Jenseitsreise. Paradise Now! Mit »Caen Amour« präsentiert der New Yorker Choreograf Trajal Harrell ab dem 6. September hingegen einen Mix aus Hoochie-Coochie Show und Tanzlabor.

Der Ticketverkauf für die Ruhrtriennale ist bereits in vollem Gange. Frühes Buchen bis Ende April wird mit 15 Prozent Frühbucherrabatt belohnt. 

18.08. - 30.09.2017 - Metropole Ruhr

Weitere Infos: ruhrtriennale.de

Tickets: ruhr3.com/tickets