von LME am 27.12.2010 in Entertainment

Die grosse 1 Jahr Gold Club Show mit Roman Flügel / Alter Ego, Breger, Marcus Sur, Désirée und Mark Jackus! Einlass 23 h. Zuvor waren wir bereits im Goldclub und trafen Patty Sokoll um ein bisschen zu plaudern.

Der Mai kommt golden

Seit vier Jahren ist die urbane Goldbar im Südviertel, in direkter Nachbarschaft zum ehemaligem Amsterdam Fashion Pool, die Wirkungsstätte der Goldfamilie. Letztes Jahr gesellte sich ein neues Familienmitglied hinzu: der plüschige Goldclub mitten in Rüttenscheid  feiert zusammen mit der älteren Schwester am Isernbergplatz am 1 Mai Geburtstag! Die grosse 1 Jahr Gold Club Show mit Roman Flügel / Alter Ego, Breger, Marcus Sur, Désirée und Mark Jackus! Einlass 23 h. Zuvor waren wir bereits im Goldclub und trafen Patty Sokoll um ein bisschen zu plaudern. 

› Hi Patty, Gold wird seit ewigen Zeiten für rituelle Gegenstände, Schmuck und als Zahlungsmittel verwendet. Wie bist Du auf den Goldtrip gekommen?

›› Ich hatte mit dem Amsterdam Fashion Pool die Independant Schiene etabliert und als der Laden nicht mehr so gut lief, habe ich beschlossen, meinem Traum von der eigenen Bar zu verwirklichen. Ich wollte mit Becks als Sponsor zusammen arbeiten. Leider ist daraus nichts geworden, geblieben ist der Name  „Gold“, der ja auch gut klingt und den Leuten im Gedächnis bleibt. 

› Warum arbeitest und lebst Du in Essen. Muß hier Jeder hin?

›› Nein, Jeder muss dahin wo er lebt, wo er ist, sozusagen. Herausfinden wo man hingehört, das kann manchmal ein Leben lang dauern. 

› Warum sollten wir im Goldclub feiern?

›› Der Goldclub ist gemütlich und repräsentiert im Elektrobreich  ausgesuchte, kulturell, spezifische Musik, hat authentisches Publikum und längere Öffnungszeiten als die anderen Clubs. 

› Der von Dir eingerichtete Goldclub hat seinen ganz eigenen, unverkennbaren Stil, ähnlich wie die Goldbar mit ihrem Mix aus Kunst und Patchwork. Wie hast Du zur Raumgestaltung gefunden und woher nimmst Du die Ideen?

›› Durch meinen  Sammeltick aus Amsterdam Zeiten hatte sich eine Menge Material zum Einrichten angehäuft. Ich hatte, nachdem der Laden fast pleite gegangen war, kaum Kapital und so ist die Idee  für die Gestaltung aus der Not geboren worden. Die leichte Anlehnung an den Lissabon Stil, Dom. Rep. Bars und südlichem Flair, das Alles miteinander vermischt ergibt das typische Golddesign. 

› Es scheint, als ob Du Deine Golpunkte als Ressource für gesellschaftliche Entwicklung abseits des Mainstream optimierst. Warum?

›› Weil das meine Aufgabe ist, die mich erfüllt, weil es persönliche Weiterentwicklung ist , weil ich mich in meiner Goldbar zu Hause fühle und das meine Sehnsucht nach Süden, Meer und der Leichtigkeit des Seins ein wenig stillt. Weiterewicklung, Leute, über den Tellerrand schauen, das ist immer so`n bisschen eilitär, was Besseres sein, Leuten was vorführen, soweit denke ich gar nicht. Das Einzige, was ich will ist, dass Leute, die hierher kommen einen tollen Abend haben. Ich will Niemanden bekehren. Ich wünsche mir, dass die Leute im Gold sich in ihrer Freizeit amüsieren und eine gute Zeit haben. Irgendwelche erzieherische Arbeiten will ich gar nicht leisten. Das habe ich aufgegeben.

› Bist Du Optimist?

›› Ich glaube, dass Jeder alles erreichen kann. 

› Angenommen, Du wärst Entscheidungsgeber bei der RUHR.2010 GmbH. Wie würde Deine Jahresplanung für die Kulturhauptstadt aussehen?

›› Meine Jahresplanung würde so aussehen, dass ich die Schwerpunkte, die auf Industrie Denkmälern und Kommerz liegen, verlagern würde. Hin zu den kleinen Kunstprojekten und Künstlern, die hier leben und Kunst schaffen. Ein Subkulturpfad für die Menschen, die hier leben, anstelle des Kulturpfades für Touristen.

› Vielen Dank für das Interview