Lockdown und Lockerungen: Die neuen Corona-Regeln

4. März 2021

Ab 8. März gilt die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW – und die bringt einige Lockerungen mit sich.

Kontaktbeschränkungen

Ab sofort dürfen sich zwei Haushhalte mit bis zu fünf Personen (Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht) wieder treffen. Paare, die nicht zusammen wohnen, gelten dabei als ein Hausstand.

Maskenpflicht

Es gilt eine verschärfte Maskenpflicht: In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sind medizinische Masken Pflicht. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben. Alltagsmasken aus Stoff reichen nicht mehr. Die Maskenpflicht gilt auch überall da, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Ausnahmen gelten für Radfahrer*innen, Kinder im Vorschulalter und Menschen mit medizinischem Attest.

Museen, Galerien und Zoos machen wieder auf – unter Auflagen

Museen, Galerien, Burgen, Schlösser oder Zoos dürfen in NRW ab Montag unter Auflagen wieder öffnen: Man muss vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro zwanzig Quadratmeter aufhalten. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Coronaschutz-Verordnung hervor.

Geschäfte dürfen wieder Kund*innen empfangen

Auch Buchläden und Schreibwarengeschäfte dürfen wieder öffnen. Dort gilt aber – genauso wie in den ebenfalls geöffneten Blumenläden und Gartenmärkten: maximal ein Kunde pro zehn Quadratmeter.

Click&Meet in den meisten Einzelhandel-Läden

Alle anderen Geschäfte dürfen »Click&Meet« anbieten. Will heißen: Nach Terminabsprache dürfen sie eine sehr begrenzte Zahl an Kund*innen empfangen – maximal eine Person auf 40 Quadratmeter.

Die Lockerrungen für den Handel gelten nur bei einer Inzidenz unter 100. Sollte die Inzidenz unter 50 fallen, dürfen alle Geschäfte ohne Termin öffnen, müssen aber Zugangsbeschränkungen einhalten.

Gastronomie

Restaurants dürfen den neuen Corona-Regeln des Landes zufolge erst ab dem 22. März wieder öffnen – und dann auch nur ihre Außengastronomie. Liegt der Inzidenzwert über 50, müssen Gäst*innen zudem vorher reservieren und einen Corona-Schnelltest machen. Außer-Haus-Lieferungen und Abholungen von Speisen für den Verzehr zu Hause sind weiterhin erlaubt.

Körpernahe Dienstleistungen teilweise nur mit Tests

Sogenannte körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann – zum Beispiel bei Gesichtskosmetik – ist laut Gesundheitsministerium „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig. Das Personal wiederum müsse regelmäßig getestet werden.

Bis zu 20 Kinder dürfen draußen Sport machen

Fünf Personen aus zwei Hausständen können im freien Sport machen. Das war vorher nicht erlaubt. NRW geht allerdings noch weiter: Bis zu 20 Kinder (im Alter von 0 bis 14 Jahre) können mit zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen unter freiem Himmel Sport treiben.

Corona-Schnelltests

Ab sofort sollen alle Bürger*innen mindestens einen Corona-Schnelltest pro Woche bezahlt bekommen. Das hatten Bund und Länder bei ihrem Treffen am 3. März vereinbart.

Homeoffice

Firmen müssen ihren Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen – sofern es der Job zulässt. Wo Homeoffice unmöglich ist, müssen die Abstände gewahrt oder FFP2-Masken zur Verfügung gestellt werden.

Alkohol

Es gilt weiterhin das Alkoholverkaufsverbot von 23 bis 6 Uhr.

Gottesdienste

Gottesdienste sind zwar weiterhin erlaubt, allerdings nur unter Auflagen gestattet: kein Gesang und OP-/FFP2-/KN95-/N95-Maskenpflicht.

Schulen und Kitas

Schulen und Kitas: Hier sollen die Bundesländer selbst entscheiden, wann sie welche Lockerungen ermöglichen. NRW will ab dem 22. Februar die Schulen schrittweise öffnen: Grundschulen und Förderschulen im Primarbereich beginnen im Wechselmodell, ebenfalls die Abschlussklassen. Zudem soll es Schnelltests für Lehrer:innen und Erzieher:innen geben und es gelten wie zuvor Hygiene-Maßnahmen, etwa eine Maskenpflicht.

Alten- und Pflegeheime

In den Alten- und Pflegeheimen sollen die Schutzmaßnahmen verstärkt werden. Unter anderem müssen Besucher*innen in den Einrichtungen eine FFP2-Maske ohne Filter tragen.

Alle aktuell geltenden Regeln könnt ihr in der Coronaschutzverordnung des Landes NRW nachlesen. Informationen zu Öffnungszeiten von lokalen Ämtern und Behörden findet ihr auf der Seite der Stadt Essen.

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